REQUIEM
EIN TOTENGESANG FÜR DIE FISCHE
Fische haben mich schon immer interessiert. Mein Berufswunsch als Jugendlicher war Meeresbiologe. Die Überfischung und das Artensterben in den Ozeanen ist ein globales Thema und ich versuche- mit meinen eigenen Mitteln- dem eine Form zu geben. So entstehen Unikate von beeindruckender räumlicher Tiefe, die an fossile Überreste verschwundener Lebensformen erinnern.
Requiem
Obwohl der Begriff aus der katholischen Liturgie stammt, und in der klassischen Musik verwendet wird, erscheint er mir angesichts der traurigen Realität der Umweltzerstörung ein angemessener Titel für die Serie von Arbeiten, gemalt mit einer besonders gewässerschädlichen Säure auf blanken Stahl. Ein
Totengesang für ein gefährdetes Taxon.
Die gesamte Farbigkeit entsteht ausschließlich aus der Oxidation des Stahls mithilfe der Säure. Da sich schon kleinste Veränderungen in der Bearbeitung stark bemerkbar machen, bleibt eine große Breite an Variationsmöglichkeiten, die nur bedingt steuerbar sind. Die Arbeiten haben durchaus wissenschaftliche Qualitäten, Anatomie und Proportionen entsprechen weitgehend dem Original. Ich zeige hier Beispielhaft einige Exemplare in verschiedener Größe.


